Donnerstag, Februar 28, 2008
Wowi for president!
Bei "Hart aber fair" gab es gestern das gleiche Thema, wie in allen anderen Talkshows der vergangenen Woche - die Linke und die Koalitionsfrage. Aber zumindest hatte Plasberg einen kompetenten Gesprächspartner eingeladen: Klaus Wowereit, den einzigen SPD-Regierungschef, der zurzeit mit der Linken koaliert. Und der dann auch einige interessante Sachen gesagt hat.
Ich find den Mann eh sehr sympathisch. Den hätte ich gerne als Kanzler. Ein schwuler, weltmännischer Politiker, der Bürgermeister einer Weltstadt war und keine Berührungsängste gegenüber den Linken hat, als Kanzler, das wäre doch mal was. Der würde sich schön in die Reihe "junger" Regierungschefs einfügen: Tony Blair, Sarkozy, Wowereit. Mal ein lebensfroher Mensch, nicht so eine Traurigkeit ausstrahlende Figur wie Angela Merkel oder so ein bräsiger Schnarchsack wie Kohl, Scharping, Beck und wie diese ganzen pfälzischen Frohnaturen heißen. (In der Süddeutschen stand diese Woche, die Bundes-SPD werde nicht mehr von Berlin aus geführt, sondern aus dem Mainzer Kabinett. So weit ist es schon gekommen!)
Wobei ich Wowi sowieso gute Chancen auf die Kanzlerkandidatur einräume, wenn Beck erst mal 2009 gescheitert ist. Also, meine Damen und Herren, freuen Sie sich auf das 2013er Duell "ostdeutsche Frau gegen schwulen Berliner". Fast so schön wie Hillary gegen Barack. Und "Tempo" hätte zum zweiten Mal Recht behalten, denn da hat Stuckrad-Barre in der Jubiläumsausgabe Wowi schon zum nächsten Kanzler hochgejubelt. Und mit Schröder hatten sie Anfang der 90er auch Recht.
Abschied vom Frankfurter Bad
Was man bei der Nachmietersuche so alles lernen kann. Ich weiß jetzt beispielsweise, dass ich die letzten knapp zweieinhalb Jahre in einer Wohnung mit Frankfurter Bad gelebt habe. So nennt man das wohl, wenn nachträglich in die Küche eine Dusche eingebaut wurde, wobei die bei uns eigentlich nicht direkt in der Küche ist, sondern in so einer Art Abstellraum.
Die Nachmietersuche war erwartungsgemäß recht erfolgreich. Es tauchten doch relativ viele Interessenten hier auf, so dass mein Noch-Mitbewohner (der seit heute Abend eigentlich schon mein Ex-Mitbewohner ist, weil er schon wieder auf Reisen ist) die Qual der Wahl hatte. Bis auf ein Scheidungsopfer waren auch keine Freaks dabei. Jetzt zieht erst mal für einen Monat der Bruder der neuen Mieterin in dem Zimmer ein, also so ein Mietnomade (nein, eigentlich nicht, aber mir gefällt dieses Wort so gut), bevor sie dann selbst einzieht. Da diese WG die erste war, in der ich mich wohlgefühlt habe, fällt mir der Abschied doch ein bisschen schwer. Die gemeinsamen Abende in der Küche werden mir fehlen. Ab nächste Woche muss ich dann wieder mit meinem Wasserkocher sprechen, weil sonst niemand da sein wird. Aber die netten WGs im Rheinland wollten mich ja alle nicht, die Schweine.
Jetzt steht mein ganzes Zimmer voller gepackter Kartons, so dass die wohnliche Atmosphäre hinüber ist. Den Keller, in dem vor lauter Feuchtigkeit alles vor sich hin rottet, muss ich hoffentlich nicht mehr so oft betreten, da man danach immer das dringende Bedürfnis verspürt, sich waschen zu müssen. Ich glaub auch langsam, dass die Ratten, die es vor meinem Einzug da gab, noch nicht ganz verschwunden sind. Na ja, die verlassen das sinkende Schiff ja bekanntlich immer zuletzt.
Ich denke nicht, dass ich an Mainz viel vermissen werde, abgesehen von der WG. Irgendwie sagt mir diese Stadt immer noch gar nichts. Die Behäbigkeit der Leute nicht und das nicht vorhandene Kulturangebot schon gar nicht. Trotzdem ist es ein merkwürdiges Gefühl, nach zwei Jahren schon wieder zurück nach Düsseldorf zu ziehen. Köln oder Berlin wären mir lieber gewesen. So habe ich irgendwie das Gefühl, mich im Kreis zu drehen. Andererseits gibt es auch Schlimmeres. Z.B. weiter perspektivlos in Mainz rumzuhängen. Die "Im Exil"-Kategorie kann ich dann wohl nächste Woche streichen.
Mittwoch, Februar 27, 2008
Kurz vor dem Chaos
Ich hasse Umzüge. Jedesmal denke ich, das wird jetzt das letzte Mal sein, dass ich alles selbst organisieren muss, beim nächsten Mal habe ich dann sicher einen festen Job und kann mir ein Umzugsunternehmen nehmen. Leider bin ich dann zwei Jahre später immer finanziell und beruflich genauso weit wie vorher und muss wieder alles selber tragen bzw. Freunde bitten zu helfen.
Nächste Woche wird's an dieser Stelle vermutlich ziemlich ruhig, da ich nicht glaube, dass ARCOR es auf die Reihe kriegt, mein Telefon und Internet frühzeitig freizuschalten. Zwar hat man mir neulich am telefon einen neuen billigeren tarif aufgequatscht, aber den Umzugsauftrag sollte man dann im Internet machen. Leider stand da der verabredete Tarif gar nicht zur Wahl, so dass ich da einen Brief hingeschrieben habe. Vermutlich bekomme ich die Rechnung pünktlich an meine neue Adresse geschickt, die Leitung aber nicht freigeschaltet. Außerdem muss da noch ein Telekom-Techniker raus kommen, weil die Vormieterin noch so ein uraltes Posttelefon hatte und also gar keine TAE-Dose vorhanden ist. Ich hatte schon mal überlegt, das Wählscheibengerät zur Telekom zurück zu bringen, nur um zu sehen, wie die reagieren. "Wie, Sie wollen das gar nicht zurück haben? Aber das ist doch ein Leihtelefon."
The return of kindergarten
Frau Ypsilanti möchte mit allen im Landtag vertretenen Parteien verhandeln, bloß nicht mit der Linken. Wenn die Gespräche mit den Anderen zu keinem Ergebnis führen, wovon auszugehen ist, will sie sich aber ausgerechnet von denen zur Ministerpräsidentin wählen lassen, mit denen sie grad nicht reden will. Die Logik soll mir mal jemand erklären. Ganz abgesehen davon, dass das eine ziemliche Arroganz gegenüber den Linken-Abgeordneten ist, die als billiges Stimmvieh gerade gut genung sind, aber nicht ernst genug genommen werden, als dass man mit ihnen auch nur reden möchte, müssen sich doch auch die Wähler verarscht vorkommen. So blöd sind die vermutlich auch nicht, dass sie dieses billige Manöver nicht durchschauen würden.
Warum haben Ypsi und die hessische SPD nicht den Mut, sich einfach offen von der Linken tolerieren zu lassen? Angeblich geht es doch um die Umsetzung der Wahlziele. Und die ist nun mal nur mit Linken und Grünen möglich, und nicht mit FDP oder CDU. Außerdem hat die SPD den großen taktischen Vorteil, dass sie grundsätzlich mit jeder anderen Partei in Deutschland koalieren könnte, wenn sie denn nur wollte. Warum nutzt sie diesen Vorteil nicht? Die CDU hat's doch inzwischen auch verstanden, dass die ewige Ankettung an die FDP keine Lösung sein kann und hat auch keine Hemmungen mehr, mit den einstigen Schmuddelkindern von den Grünen zu verhandeln. Wobei die Grünen mMn eh die neuen Liberalen sind, während die alten "Liberalen" ja seit 15 Jahren mit der Lethargie kämpfen.
Über die Zukunft der Linken sagte Prof. Falter gestern sehr schön im TV, die werde es noch so lange geben, wie es den Ost-West-Gegensatz in den Köpfen, die Schere zwischen Arm und Reich und Kriege gebe, also wohl noch ziemlich lange.
Dienstag, Februar 26, 2008
Pro 7 und seine Möchtegernmoderatoren
Warum man, wenn man schon die Rechte an der Oscar-Verleihung gekauft hat, am Tag danach nur einen einstündigen Zusammenschnitt zeigt und dann auch noch um Mitternacht, ist mir unbegreiflich. Fast noch schlimmer ist, dass man dann ein völlig unbegabtes Starlet als Moderatorin verpflicht. Who the fuck is Annemarie Warnkross? Außer "Vielen Dank, dass du dir für uns zeit genommen hast." fiel der Frau ja nicht viel ein. Am roten Teppich stand mal wieder Sven Gätjen. Den seh ich auch immer nur einmal im Jahr im TV. Was macht der eigentlich den Rest des Jahres? Na ja, will ich eigentlich besser gar nicht wissen. Wobei der dieses Jahr zumindest sehr gut vorbereitet war und den Promis auch recht gute Fragen gestellt hat. Im Gegensatz zu den Amis, die in der anschließenden ABC-Preshow auch nicht mehr zu sagen hatten als "Oh, you look great. What a wonderful dress." Die Frage nach dem Designer war dann auch schon der Höhepunkt der "Interviews".
Krasseste Fehlentscheidung der Academy in diesem Jahr: Dass "Persepolis" nicht den Animationsfilmoscar gekriegt hat, stattdessen "Ratatouille". Also ein konventioneller Kindertrickfilm statt einem innovativen und tiefgründigen Zeichentrickfilm für Erwachsene, der dem Medium ganz neue Zielgruppen und Themen erschlossen hat. Wobei es mich schon gewundert hat, dass die Academy den überhaupt nominiert hat.
Sonntag, Februar 24, 2008
Ein Scientologe gegen die Marsianer
Erwartungsgemäß ist die Neuverfilmung von "Krieg der Welten" wieder so ein Film, den die Welt nicht braucht. Warum man noch mal einen Roman von 1899 verfilmen muss, von dem es schon eine spektakuläre Hörspielfassung (von Orson Welles), eine sehr gelungene musikalische Umsetzung (von Jeff Wayne) und eine Verfilmung aus den 50ern gibt, ist mir sowieso schleierhaft. Und dann noch mit Tom Cruise, dem Antischauspieler schlechthin, in der Hauptrolle. Der dann natürlich aus allen gefährlichen Situationen unbeschadet herauskommt, während um ihn herum alle anderen von den Aliens platt gemacht werden. Von den anderen Logiklöchern will ich jetzt gar nicht erst anfangen. Wahrscheinlich hat er nur deshalb überlebt, weil er selbst schon längst ein Titan achten Grades ist, dank der Hilfe von L. Ron Hubbards Lektionen. Merke: Du musst nur bei Scientology eintreten, dann überlebst du auch den krassesten Alien-Angriff. Mein Tipp: Kauft euch lieber die 1978er Doppel-CD mit der Musikfassung, die sehr nah an der Handlung von H.G. Welles' Roman bleibt, mit herrlichen Songs wie "Forever Autumn" oder "The Spirit of Men".Samstag, Februar 23, 2008
Dein Bruder, der Affe
Habe mich neulich mal an einem essayistischen Text über die Beziehung zwischen Mensch und Menschenaffe versucht, den ihr hier lesen könnt.Freitag, Februar 22, 2008
Zitat des gestrigen Tages
"Er ist kein verbaler Ficker, was er da bringt, ist schwach."
Nike über ihren Macho-Lover in "Sommer vorm Balkon". Überhaupt hat Wolfgang Kohlhaase wunderbare Dialoge geschrieben. Auch schön: "Mein Onkel hat immer gesagt, im Stehen von hinten gibt keine Kinder - ist aber Quatsch."
Zitat des Tages
Ich habe mit Kriegsspielzeug gespielt, habe das von mir erstellte Modell der "Graf Spee" mit Zisselmännchen implodiert, ich habe Stunden vor Computerspielen verbracht, darunter das berüchtigte "Castle Wolfenstein", ich habe für den Commoder 64 hunderte von Raupkopien besessen, ich habe mit Comics lesen gelernt und bin seit 1992 im Internet unterwegs, einige Zeit bestanden Freitagabende aus Kino und anschließendem McDonalds-Besuch. Seien Sie also besser vorsichtig, wenn Sie mir begegnen.
Thomas Knüwer. Ganz so schlimm war's bei mir nicht, aber mit Comics lesen gelernt stimmt definitiv. Raubkopien hatte ich damals allerdings keine und mein einziges Kriegsspielzeug waren Star Wars-Raumschiffe und -Sturmtruppen.
Donnerstag, Februar 21, 2008
Wie kommt meine Adresse hierher?
Das frage ich mich hier auch. Sehr schön auch die Anzeigen rechts: "Buchen Sie jetzt Ihren Urlaub in Marcus." Ich hoffe nur, dass mich jetzt nicht irgendwelche Leute anrufen, denen ich den Computer reparieren sollMittwoch, Februar 20, 2008
Balkan in Belgien
Bei arte lief gestern eine interessante Diskussion zur Zukunft Belgiens. Bekannterweise sind sich Flamen und Wallonen in letzter Zeit ja nicht mehr so wirklich grün. Kommen nach dem Kosovo demnächst die unabhängigen Staaten Flandern und Wallonie? Vielleicht auch noch die Freie Republik Brüssel und das unabhängige deutschsprachige Ostbelgien? Letzteres hat wohl schon mal ernsthaft darüber nachgedacht, im Falle des Falles Luxemburg beizutreten.
Wenn man sich heute mal eine alte Landkarte anguckt, sieht man, dass es früher noch richtig große multiethnische Staaten gab, z.B. Österreich, das sich von der Adria bis nach Polen erstreckte. Heute will jeder seinen eigenen Staat haben. Klar, gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist nichts einzuwenden (ich hab mich auch irgendwie für die Albaner gefreut, die am Sonntag auf den deutschen Straßen ihr unabhängiges Kosovo gefeiert haben), aber sind Flamen und Wallonen jetzt wirklich eigene Völker? Oder sind das nicht vielmehr französisch bzw. niederländisch geprägte Gruppen, die im Laufe der Geschichte mehr oder weniger zufällig in einem gemeinsamen Staat gelandet sind? Und wird die eine Volksgruppe in Belgien von der anderen Gruppe unterdrückt? Oder ist es nicht vielmehr so, dass jeder nur auf seinen eigenen wirtschaftlichen Vorteil bedacht ist und die Kompromissbereitschaft stetig sinkt?
Einen Krieg zwischen Flamen und Wallonen wird es wohl nicht geben. Zwei Staaten mehr in Europa braucht aber auch kein Mensch. Eines meiner Lieblingsfilmzitate: "Engländer, Detsche, das hat uns doch nie interessiert. Wir standen doch über diesen Dingen." (aus "Der Englische Patient"![]()
Krankenversicherung - kann ich mir nicht leisten
Heute habe ich mal wieder gemerkt, dass das Krankenversicherungssystem in Deutschland nur dann einigermaßen gerecht ist, wenn man entweder Angestellter ist oder so jung, dass man sich noch über die Eltern versichern kann. Krebst man als Freiberufler unterhalb des Existenzminimums rum, wird man eigentlich gezwungen, Hartz IV zu beantragen, weil man sich sonst keine Krankenversicherung leisten kann. Ich war vorhin bei meiner Krankenkasse, weil ich die Aufnahme in der Künstlersozialkasse beantragen wollte und dafür eine Mitgliedsbescheinigung brauchte. Die KSK wäre noch halbwegs bezahlbar, weil man da genau wie als Arbeitnehmer nur den halben Beitragssatz bezahlen muss, abhängig vom Einkommen. Dummerweise dauert das aber mindestens drei Monate, bis die den Antrag bearbeitet hat. Da ich mich nicht wieder arbeitslos melden will, stellt sich nun die Frage, was in der Zwischenzeit machen. Will ich mich als Selbständiger erst mal freiwillig versichern, kostet das im günstigen Fall 200 Euro, aber auch erst nach Prüfung der Bedürftigkeit. D.h., auch wenn man bedürftig ist, also auf Alg II-Niveau, muss man trotzdem noch 200 Euro Krankenversicherung bezahlen. Wie das gehen soll, muss mir mal jemand erklären. (Als 400 Euro-Jobber beträgt der Mindestbeitrag für die freiwillige Versicherung übrigens nur 125 Euro, als Selbständiger zahlt man also fast doppelt so viel, auch wenn das Einkommen niedriger ist!)
Der Sachbearbeiter riet mir, mich vorsorglich erst mal wieder bei der ARGE zu melden, damit der Versicherungsschutz gewährleistet ist. Das finde ich absurd. Mich wieder persönlich vorstellen, durch den Antragswust quälen, obwohl ich mir sicher bin, rückwirkend in die KSK aufgenommen zu werden. Man wird also in Deutschland gezwungen, Hartz IV zu beantragen, auch wenn man hofft, das gar nicht mehr nötig zu haben, nur um krankenversichert zu bleiben.Wahrscheinlich werde ich mich einfach gar nicht versichern bis die KSK sich gemeldet hat. Wenn mir in der Zwischenzeit was Schweres auf den Kopf fallen sollte, habe ich halt Pech gehabt.
Dienstag, Februar 19, 2008
Too much
Irgendwie waren die letzten Tage sehr surreal. Meine Stimmung schwankte ständig zwischen total gestresst, hoffnungsfroh und melancholisch. Am Freitag habe ich mich noch überreden lassen, einen Auftrag in Essen anzunehmen, obwohl ich nicht wusste, ob ich noch ein paar Tage länger in Düsseldorf bleiben musste oder ob ich gestern nach Mainz zurück fahren könnte und somit auch nicht, ob ich am Montag einen PC zum Schreiben zur Verfügung hatte. Da sich das erst gestern Nachmittag geklärt hat, musste ich den Artikel dann mittags in der Stadtbücherei tippen, wo ständig die Minuten runter gezählt wurden bis man wieder 1,50 Euro nachzahlen musste. So schnell hab ich dann glaub ich auch noch nie einen Artikel geschrieben.
Vorher habe ich von der Straßenbahn aus noch einen alten Freund gesehen, der schon vor Längerem aus der Stadt weggezogen ist und den ich auch seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Ich sprang also aus der Bahn und verfolgte ihn ins Eiscafé. Während er es beruflich geschafft hat, habe ich am Abend vorher einen ehemaligen Zivi-Kollegen aus dem Krankenhaus getroffen, der anscheinend nicht so viel Glück hatte. Er hat sein Studium irgendwann abgebrochen und arbeitet seitdem bei einer Paketfirma. So unterschiedlich sind die Karrierewege. Ich wäre schon froh, mit meinem zuletzt erlernten Beruf genug Geld zum Leben zu verdienen. Na, vielleicht wird ja in der alten Heimat alles besser.
Freitag, Februar 15, 2008
Der Düsseldorfer Süden
Ich hänge immer noch in Düsseldorf rum, hab mittlerweile aber eine Wohnung gefunden. Wahrscheinlich sogar eine Art Job. Gestern Abend habe ich mich mit einer ehemaligen Kommilitonin, die gerade ein Praktikum in D-Benrath macht, in einer Benrather Kneipe getroffen. Benrath liegt zwar im äußersten Süden der Stadt, ist aber ein "besseres" Viertel - im Gegensatz zu allen anderen im Düsseldorfer Süden. Die Kneipe war allerdings sehr seltsam. Die Kellnerinnen sahen alle aus wie 16. Es hingen zwei Fernseher an der Wand, auf einem konnte man Fußball gucken, wovon einige Stammgäste auch ausgiebig Gebrauch machten, auf dem anderen N24 ohne Ton. Irgendwann fingen die Stammgäste dann an, sich gegenseitig als Faschisten bzw. Sozialisten zu beschimpfen und die Machtergreifung auszudiskutieren. Und schöne alte Soldatenlieder zu singen, vielleicht auch Nazilieder, ich kenn mich da nicht so aus. Zum Glück ziehe ich nicht in den Düsseldorfer Süden.Montag, Februar 11, 2008
Das ging aber schnell
Da hat Pro7 Doctor Who doch tatsächlich nach nur drei Wochen abgesetzt und ich komm an die zu erwartenden Ärger-Einträge vom Prospero nicht dranFreitag, Februar 01, 2008
Dialog des Tages
"Ich hätte gerne einen Salat. Ach nein, besser nicht, dieses ganze Kauen und Schlucken... Ich nehm die Eier." - "Wie hätten Sie sie gerne?"- "Zusammengeknotet und an den Boden genagelt."
Nathalie Portmann und Norah Jones in "My Blueberry Nights"
Also, Dialoge schreiben kann Wong Kar-Wei. Leider erinnern manche seiner schönen Aphorismen manchmal zu sehr an Kalendersprüche. Im neuen Film z.B. "Manchmal hat man den Schlüssel und kann die Tür trotzdem nicht öffnen".

